Energiepark Mont Cenis in Herne-Sodingen

Akademie Mont Cenis Fenster Nizza Stützpfeiler Lufthülle Stadtteilbibliothek Das große Steinfeld Das große Steinfeld Akademie Mont Cenis Grubengasbetriebenes Blockheizkraftwerk

Den Energiepark Mont Cenis in Herne-Sodingen haben wir 2011 im Rahmen des Projekts "Unternehmen entdecken" kennengelernt.
Er befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Mont Cenis, die hier von 1875 bis 1978 Kohle gefördert hat. (Den Namen erhielt die Zeche übrigens aus Begeisterung für ein technisches Meisterwerk jener Zeit, den über 13 km langen Mont-Cenis-Tunnel in den französischen Alpen.)
In den 1990er Jahren wurden auf Mont Cenis Maßstäbe für eine umweltschonende Energieversorgung gesetzt.
Die Komponenten des technischen Meisterwerks von heute sind:
1. die Akademie Mont Cenis mit dem größten gebäudeintegrierten Solarkraftwerk der Welt
2. die Hochleistungs-Batteriespeicheranlage, die den erzeugten Solarstrom aufnimmt bzw. abgibt, je nachdem wie er benötigt wird
3. das grubengasbetriebene Blockheizkraftwerk.
Es war 1997 das erste Mal in Deutschland, dass das anfallende Grubengas einer stillgelegten Zeche zur Strom- und Wärmegewinnung genutzt wurde. Bis dahin hat man das Gas einfach in die Umgebung ausströmen lassen - mit angemessenem Explosionsschutz natürlich. Heutzutage werden hier mit der gewonnen Wärme die Akademie, ein Krankenhaus und ca. 250 Wohnungen beheizt.
Betreiber des Energieparks sind die Stadtwerke Herne. Diese schreiben in einer Broschüre:
"Der Energiepark verbindet das Erbe der Bergbau-Vergangenheit mit den Technologien der Zukunft - mit solarer Energiegewinnung, Energiespeicherung und Kraft-Wärme-Kopplung."
Hinzu kommen die innovativen Maßnahmen, die man zur Energieeinsparung getroffen hat. Die eigentlichen Gebäude der Akademie werden nämlich von einer gigantischen Glashülle umschlossen, wodurch im Inneren ein mediterranes Klima erzeugt wird. Wasserbecken und eine ausgeklügelte Lüftung sorgen dafür, dass Sommer wie Winter eine angenehme Temperatur herrscht.
Die Solarmodule auf dem Dach und an der südwestlichen Seitenfläche sind keinesfalls dicht belegt, sodass genügend Licht einfällt. Durch eine unregelmäßige Belegungsdichte und Anordnung der Module hat man sogar erreicht, den Eindruck von einem natürlichen Wolkenbild zu erhalten.
Die Gebäude im Inneren der Glashülle werden vom Land NRW und der Stadt Herne genutzt. Außer der Fortbildungsakademie mit angeschlossenem Hotel befinden sich hier ein Bürgersaal, eine Stadtteilbibliothek und ein Café.
Der gesamte Energiepark Mont Cenis wird umgeben von einem 'richtigen' Park mit einem Oval aus Pappeln, einem Rosengarten und einem Steinfeld von Herman Prigann.

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